Am gestrigen Samstag begann für zwei unserer Nachwuchstalente die BEM 2026. Sowohl Til als auch Theodor sind in diesem Jahr in die Altersklassen u10 und u12 aufgestiegen. Ungeachtet dessen, dass sie also in der AK jeweils der jüngere Jahrgang sind, zählen beide bereits zum Favoritenkreis in ihrer AK. Es sollte sich jedoch zeigen, die Trauben in diesem Jahr hängen ordentlich hoch, doch von vorn:

Samstag:

Beide sind in der oberen Hälfte gesetzt, sodass für die 1.Runde eine machbare Aufgabe warten sollte. Und so holten Til wie auch Theodor mehr oder weniger souverän jeweils ihren ersten Punkt. Auftakt gelungen!

Sonntag:

In Runde 2 wartete dann auf Til gleich der Setzlistenerste aus Glauchau. Und er wehrte sich äußerst tapfer, konnte aber nach einem Bauernverlust im Endspiel den Laden nicht mehr zusammenhalten. Ein erster Dämpfer. Theodor's Zweitrundengegener gehörte ebenfalls bereits zum erweiterten Favoritenkreis. Dabei hatte Theo in der Eröffnung die Schachgöttin Caissa ein erstes Mal auf seiner Seite. Nach einem hochtaktischen Mittelspiel mit beidseitigen Patzern verzog sich der Rauch mit ausgeglichenem Material, aber einer strategischen Verluststellung für Theo. Doch er hatte ein zweites Mal Glück, sein Gegner mit keinem wirklichen Plan bot remis und Theo nahm sofort an in Verluststellung. Bereits nach dieser zweiten Runde zeichnet sich ab, dass sich die Jungs einfach zu wenig Zeit nehmen.

Runde 3 war für beide erneut sehr anspruchsvoll. Und diesmal war es an Tildie Schachgöttin in Anspruch zu nehmen. Im Mittelspiel fand er leider den Vorteil bringenden Bauerndurchbruch nicht und im Endspiel stand er plötzlich mit einer Figur weniger da. Doch trotz Mehrfigur nahm sein Gegner Til's Remisangebot an, "Schwein" gehabt. Theo's Glück war in dieser Runde leider aufgebraucht. Er kam zwar mit zwei Mehrbauern aus der Eröffnung, aber ein unbedachter Bauernzug im Mittelspiel kostete den kompletten Vorteil+ eine Qualität. Des Gegners Angebot zum Rückgewinn der Qualität wurde übersehen und so war die Partie futsch.

So stehen beide mit 1,5 aus 3 jeweils nur im Mittelfeld und wir hoffen mal ganz stark, die Jungs nehmen sich in den kommenden vier Runden mehr Zeit für ihre Partien.

Montag:

Die Runden 4 & 5 sind gespielt und unsere Jungs liegen weiterhin mit jeweils 50% in Lauerstellung zur Spitze, aber zur Qualifikation für die SEM müssen morgen zwei Erfolge her.

Runde 4 bescherte diesmal unserem Theodor den Setzlistenersten und er tat sich sehr schwer. Mit Schwarz schaffte er es nicht wirklich sich in der Eröffnung zu befreien und so war der Verlust nach nicht einmal zwei Stunden folgerichtig. Til hatte eine machbare Aufgabe vor sich und gelangte auch in eine ausgeglichene Endspielstellung. Leider schnappte er sich einen vergifteten Turm und konnte die Mattsetzung nicht mehr vermeiden. Somit war klar: Soll es noch etwas werden mit Sebnitz, müssen jetzt dringend Siege her.

In Runde 5 wartete auf Til ein Gegner, der mit ihm durchaus auf Augenhöhe agieren kann. Dementsprechend nahm er sich ordentlich Zeit (letztes Brett im Spielsaal!) für sein Spiel und schon zeigte sich sein ganzes Potential. Mit einer super Taktik knöpfte er seinem Gegner eine Figur ab und brachte den Vorteil sicher nach Hause. Theodor hatte einen machbaren Gegner und so entwickelte sich auch folgerichtig die Partie. Trotz einiger Ungenauigkeiten in der Eröffnung ließ er im Mittelspiel nichts anbrennen, zerstörte die Rochadestellung und setzte bereits nach einer Stunde matt.

Damit ist für den morgigen letzten Spieltag mit den Runden 6 & 7 angerichtet und beide Jungs müssen nur noch mit guten Partien ihren Beitrag leisten.

 

Wie jedes Jahr fanden in den Osterferien im KIEZ in Sebnitz auch diesmal wieder die sächsischen Einzelmeisterschaften für die besten Schachspieler Sachsens statt. Nach pünktlicher Anreise, Bezug der Zimmer und Mittagessen ging es Dienstag nach Ostern gleich mit der 1. Runde los. Für unsere drei qualifizierten Jungs veranschaulichten bereits ihre Startplätze in den Ranglisten die Schwere der Aufgaben.

Beginnen wir mit unserem Jüngsten. Til, der erst im Herbst acht wird, war in der AK u8 auf Rang 6 gesetzt und hatte so die größten Chancen auf einen Podestplatz, wenn alles optimal laufen würde. Die beiden ersten Runden waren relativ einfache Aufgaben, somit wartete in Runde 3 das erste richtige Match. Und Til's Gegner machte es ihm richtig schwer, er packte das Königsgambit aus, was Til noch nie gesehen hatte. Und es kam, wie es kommen musste. Til stand komplett auf Verlust, doch er kämpfte tapfer weiter. Schließlich stand ein Matt in 3 für Til's Gegner auf dem Brett, doch er wählte das falsche Abzugsschach und stellte einzügig seine Dame ein. Das ließ sich unser Jüngster natürlich nicht entgehen und startete mit 3 aus 3. In Partie 4 verließ ihn so ein bisschen das "Glück". Er als "knallharter" Angriffsspieler opferte eine Figur für 2 Bauern und Angriff. Sein Gegner verirrte sich im Gestrüpp der Varianten und stellte seine Mehrfigur wieder ein. Doch leider fand unser Jüngster die  Gewinnfortsetzung nicht, bot remis und sie einigten auf einen halben Punkt für beide Seiten in dieser Stellung.

 

In Runde 5 war der Gegner leider noch ein bisschen zu stark und in Runde 6 passierte ein größeres Maleur mit einem einzügigen Dameneinsteller, aber das kommt halt vor in dem Alter. Damit war das Podest leider weg und damit auch so ein wenig die Spannung. Til spielte zwar groß auf in Partie 7, stand mit Figur und 2 Bauern mehr glatt auf Gewinn, konnte diesen aber nicht nach Hause bringen. Die Partie endete remis und Til belegte mit 4 aus 7 einen sehr guten 5.Platz.

 

In der AK u10 starteten Dmitrij und Theodor für unseren Verein gesetzt an 11 und 14. Dabei war Theodors Turnier geprägt von einigen Auf und Ab. Der Gegner in Runde 1 war noch ein wenig zu stark, doch in Runde zwei holte er sich seinen ersten vollen Punkt. Runde 3 brachte eine wahrliche Seeschlange auf Theodors Brett, nach über 100 Zügen war der zweite Punkt eingesackt. In Runde 4 kam ein Doppelturmendspiel mit Mehrbauer für Theodor aufs Brett, doch so richtig traute er sich nicht dieses auf Gewinn zu spielen und man einigte sich auf remis. In Runde 5 folgte leider eine unnötige Niederlage und mit den beiden Remisen in den Runden 6 & 7 ergaben sich 3,5 Punkte aus 7 Partien und Rang 10. Ein rabenschwarzes Turnier erwischte leider unser Dmitrij. War die Niederlage in Runde 1 noch zu verkraften, folgte in Runde 2 eine sehr unnötige Niederlage, was natürlich für das Selbstvertrauen nicht sehr förderlich war. Und so zog sich dies halt durchs Turnier, er stand stets gut (in Partie 6 sogar glatt auf Gewinn), doch so richtig gelingen wollte ihm bei seiner dritten Teilnahme an der SEM nichts. Aber solche Turniere kennt jeder von uns, beim nächsten Turnier gehts viel besser weiter.

Am gestrigen Samstag fand für unsere Jungs in Chemnitz die Vorrunde zur sächsischen Mannschaftsmeisterschaft u10 statt, zu der wir uns krankheitsbedingt zu dritt qualifiziert hatten. Nach der Lehrstunde am vergangenen Samstag in der u12 (wir haben noch viel zu tun) wollten wir uns diesmal für unsere tollen Leistungen belohnen. Die Vorrunde zur SMM ist immer interessant besetzt. Der Sieger der BMM (die USG Chemnitz) hat Heimrecht zusammen mit dem Vierten der Vorrunde (das waren wir) gegen den 2. aus Dresden (Dresden-Striesen) und den 3. aus Leipzig (Turm Leipzig). Eine Qualifikation könnte also durchaus machbar sein. Wir reisten diesmal zu fünft (Dmitrij,Theodor,Til,Magnus und Max) an, heisst, wir lassen auf keinen Fall ein Brett frei!

In der 1.Runde mussten wir wegweisend gleich gegen die USG ran. Magnus' Remis nach nur einer halben Stunde schien vielleicht etwas zu früh. Doch nachdem Til und Theodor voll punkteten im Doppelpack nach einer Stunde, hieß es, alles richtig gemacht. Damit viel Dmitrijs ärgerliche Niederlage nicht mehr ins Gewicht, wir hatten den Bezirksmeister geschlagen und damit einen super Auftakt.

Runde 2 ging es gegen Turm Leipzig. Wir waren vielleicht leicht favorisiert, aber auf den Fall auf Augenhöhe. Es dauerte keine halbe Stunde und wir führten mit 2:0 nach den Erfolgen von Dmitrij und Max. Da fehlte also nicht mehr viel zum Matchsieg, doch Til büßte im Mittelspiel eine Figur ein und musste nach einer Stunde die Waffen strecken. Blieb noch Theodor in einem Endspiel mit Minusbauern. Er kämpfte zwar tapfer, doch nach zwei Stunden war die Niederlage besiegelt und wir hatten 2:2 gespielt.

Damit war vor Runde 3 klar, ein Unentschieden gegen Dresden-Striesen würde uns die Qualifikation bringen. Auch in diesem Match sollten wir zumindest auf Augenhöhe sein. Doch irgendwie war 13 Uhr komplett die Luft raus bei den Jungs. Schon nach 20 min hatten sich Theodor und Til etwas zu schnell mit Remis von Ihren Gegnern getrennt. Und Dmitrij und Magnus konnten ihre Partien leider nicht halten und so hatten wir 1:3 verloren. Damit waren wir auf Schützenhilfe im anderen Match angewiesen. Und wie das immer so ist, wer gut Schach spielt, hat manchmal auch ein bisschen Glück. Die USG besiegte Turm Leipzig und damit hatten wir uns als Zweiter für die Endrunde qualifiziert.

Ein ganz herzlichen Glückwunsch an die Jungs und viel Erfolg bei der Endrunde!!

 

Winterferienzeit ist in Sachsen immer auch Zeit für die Bezirkseinzelmeisterschaften für unsere Jüngsten. Von Freitag bis Sonntag fand die BEM u10 diesmal erstmalig im KIEZ in Schneeberg statt und am heutigen Sonntag waren die Jüngsten bei der BEM u8 in Wikau-Haßlau dran. Für uns am Start waren unser Til in der u8 und Dmitrij und Theodor in der u10 und gehörten zu den Mitfavoriten.

Freitag Nachmittag standen im KIEZ die ersten beiden Runden bei der u10 auf dem Programm. Unsere beiden Jungs starteten beide mit voller Punktausbeute und so kam es, wie es kommen musste. Bereits in der 3.Runde Samstagmorgen war das Duell gegeneinander fällig, welches Theodor für sich entschied. Die restlichen beiden Samstagsrunden sahen dann beide wieder mit 100% Ausbeute, sodass sie nach 5 Runden Platz 1 und 2 belegten. Sonntagmorgen gab's dann für Dmitrij eine Schrecksekunde, als er ein remisliches Endspiel einzügig wegstellte. Also musste in Runde 7 ein Sieg her und er lieferte, holte sich Bronze und die Quali zur SEM. Und was machte unser Theodor? Er gönnte seinen Gegner noch nicht mal ein Remis und holte sich mit 7 aus 7 den Titel und die Quali zur SEM.

Die BEM u8 fand schließlich am heutigen Sonntag als 7rundiges Schnellschachturnier in Wilkau-Haßlau statt. Und auch unser Til wollte eine Medaille holen. Er legte los wie die Feuerwehr mit 3 aus 3 und es folgte das Duell mit dem Titelfavoriten, was leider verloren ging. Runde 5 war eigentlich gewonnen, nur er fand den Gewinnweg halt nicht, somit remis. Plötzlich geriet die Medaille in Gefahr, doch sehr routiniert holte er sich die vollen Punkte in den letzten beiden Runden und gewann damit Silber und die Quali zur BEM.

 

 

Nach der BMM u12 läuft momentan die BMM u10 und wir sind wieder mit am Start. Von der reinen Mannschaftsaufstellung gehören wir mit zu den Favoriten und die Jungs würden sich schon gern erste Medaillen holen.

Der Auftakt letzten Samstag in Reichenbach war schon mal sehr erfreulich. Mit 3,5:0,5 konnten wir uns die ersten beiden Mannschaftspunkte sichern. Und morgen geht es weiter bei den zentralen Runden in Chemnitz.

Der heutige Samstag war ein Wechselbad der Gefühle. Krankheitsbedingt musste unser Theodor leider heute passen und so sollte das heutige Bestehen zu Dritt gegen starke Konkurrenz äußerst schwierig werden. Aber unsere Jungs legten sich richtig ins Zeug und überzeugten auf ganzen Linie.

Die 2.Runde bescherte uns an den Spitzenbrettern gleich den Meisterschaftsfavoriten vom Papier her. Doch die Jungs schafften gegen König Plauen ein sensationelles 2:2. In Runde 3 hieß der Gegner Niederwiesa und man glaubt es kaum, am Ende stand ein 2,5:1,5 Erfolg zu Buche. Und wir durften in Runde 4 wieder an den Spitzenbrettern gegen die USG Chemnitz ran. Auch dieses Quartett schaffte es nicht, uns zu schlagen. Mit einem weiteren 2:2 haben wir uns in der Spitzengruppe im Kampf um die Medaillen festgesetzt. Die heutige Erfolgsbilanz lautete: Til 3 aus 3, Magnus 2,5 aus 3 und Max 1 aus 3. Ganz stark performt, Jungs!!!

Am heutigen Sonntag erwartete uns der zweite Tag der zentralen Runden. Theodor's Gesundheit ließ auch heute keinen Einsatz zu, also hieß es, erneut zu Dritt um Medaillen kämpfen. In Runde 5 mussten wir gegen die 1.Mannschaft von Aufbau Chemnitz ran und nach ganz viel Kampfgeist ereilte uns trotzdem die erste Niederlage im Turnier mit 1:3. Dadurch fielen wir zwar von Platz 3 auf 4 zurück. War aber nicht so schlimm, mussten halt die Punkte in den letzten beiden Runden her. Runde 6 bescherte uns König Plauen II als Gegner. Und erneut holten wir uns mit dem 2:2 einen Mannschaftspunkt. Somit hatten wir zwar keine Chance mehr auf das Podium (zu Dritt eh ein Wunschtraum), sicherten uns aber ein Endspiel um Platz 4 gegen die USG II. Die Chemnitzer waren die Einzigen, die uns noch Platz 4 streitig machen konnten, doch wir hatten einen halben Brettpunkt Vorsprung. Ein 2:2 würde uns also reichen und was soll man sagen, es wurde zwar keine Medaille, aber zu Dritt Platz 4 geholt und damit die

Qualifikation zur sächsischen Mannschaftsmeisterschaft

geschafft (und dann sind wir auch wieder zu Viert). Ein Klasse Ergebnis! Glückwunsch Jungs!!!                        Und so ganz nebenbei holt sich Til noch die Auszeichnung als Brettbester mit 5,5 aus 7 und Magnus schrammt knapp an dieser Auszeichnung vorbei.